Ruta de los 20 Miradores – Mein schönster Tagesausflug auf Teneriffa

Für mich ist diese Tagestour über den Bergrücken von Güímar in den Teide‑Nationalpark das Highlight auf Teneriffa. Auf rund 175 Kilometern begleite ich den Teide – den höchsten Berg Spaniens – fast den ganzen Tag.

Start im Süden – Aufbruch nach Güímar

Ich starte im sonnigen Süden Teneriffas und nehme die TF‑1 Richtung Santa Cruz. Nach dem Tunnel fahre ich bei Güímar ab. Wer Zeit und Lust hat, legt hier den ersten Stopp ein und besucht die Pirámides de Güímar – ein ethnografischer Park, in dem man viel über die ersten Siedler der Insel, die Guanchen, erfährt. Für den Besuch plane ich etwa anderthalb Stunden ein.

Blick von der TF 523 nach Izaña

Blick über Guimar nach Gran Canaria

Anschließend geht es über die TF‑525 hinauf nach Arafo. Dort wechsle ich auf die TF‑523, eine gut ausgebaute Bergstraße mit ersten großartigen Ausblicken. Meist halte ich an den Miradores La Chivisaya und Montaña Colorada, bevor die Straße in die TF‑24 mündet.

Durch den Esperanzawald – Beginn der „Ruta de los 20 Miradores“

Die TF‑24 führt durch den Esperanzawald über den Bergrücken in die Cañadas und in den Teide‑Nationalpark. Hier beginnt für mich die eigentliche „Ruta de los 20 Miradores“: ein Panorama folgt dem nächsten, das Meer, die Wolkendecke und der Teide wechseln sich in spektakulären Bildern ab.

Blick vom Mirador de Chipeque

Ein Muss ist für mich der Halt am Mirador de Chipeque. Von hier aus genieße ich einen fantastischen Blick auf die Nordküste, das Wolkenmeer und den Teide. Danach warten weitere Aussichtspunkte wie Mirador de Ayosa, Mirador La Crucita und vor allem der Mirador La Tarta (die „Torte“). Die übereinanderliegenden Schichten vulkanischen Gesteins zeigen eindrucksvoll, wie dieser Bergrücken über viele Ausbrüche hinweg gewachsen ist.

Das Observatorium

Wer sich für Astronomie interessiert, sollte einen Besuch im Observatorio del Teide einplanen. Die Tickets sind begrenzt, deshalb empfehle ich, sie vorab online zu kaufen. Die Aussicht von dort auf den Teide und – bei klarer Sicht – bis nach Gran Canaria ist spektakulär.

El Portillo, Besucherzentrum und Minas de San José

In El Portillo mündet die TF‑24 in die TF‑21. Hier lege ich oft eine Pause ein, trinke einen Kaffee oder esse eine Kleinigkeit im Restaurant und tanke neue Energie. Ganz in der Nähe befindet sich das Besucherzentrum von El Portillo. Die Entstehung der Kanarischen Inseln und die besondere Vulkanlandschaft werden hier sehr anschaulich erklärt – spannend für Erwachsene und Kinder.

NID

Ein weiterer Lieblingsstopp von mir sind die Minas de San José. Es ist dort oft windig, aber ich liebe es, über die leichten Basaltsteine zu laufen und den Teide im Blick zu behalten. Die helle Vulkanlandschaft bietet eine ideale Kulisse für Fotos.

Einmal mehr El Teide

Wenn es die Zeit zulässt, lohnt sich die Auffahrt mit der Teide‑Seilbahn. Die letzte Bergfahrt auf den Gipfel ist am Nachmittag; wer hoch möchte, sollte die Uhr im Blick behalten und Tickets im Voraus reservieren.

Cañadas, Parador und Roque de Gracia

Entlang der TF‑21 erwarten mich weitere Aussichtspunkte wie El Tabonal Negro, Mirador de la Ruleta, Llano de Ucanca, Zapato de la Reina und andere – jeder mit seinem eigenen Charakter. Ein besonderer Kultort für mich ist der Mirador Roque de Gracia. Ich parke beim Parador de Las Cañadas del Teide und gehe zu Fuß zum Roque. Vom Parador aus habe ich außerdem Zugang zu einem Souvenirshop. Einiges stammt von lokalen Künstlern, anderes – wie so oft – eher aus Fernost.

Blick auf den El Teide von Roque de García

Kurz vor dem ethnografischen Museum Juan Évora verzweigt die Straße. Hier habe ich zwei Möglichkeiten:

  • Über die TF‑38 Richtung Chío, vorbei an Miradores wie Narices del Teide, CL‑500 und Los Poleos.
  • Oder ich bleibe auf der TF‑21 Richtung Vilaflor.

Vilaflor, Pino Gordo und Bodegas

Nach dem Nationalpark geht es weiter Richtung Süden. Kurz vor Vilaflor halte ich bei den beeindruckenden Pinien „Pino Gordo“, die immer einen Fotostopp wert sind. In Vilaflor selbst lohnt sich ein Spaziergang durch den Ort und der Besuch der Kirche, die dem Apostel Petrus geweiht ist.

Tajinasten bei Vilaflor

Für eine Pause kehre ich gerne im Restaurante Cafetería Tito ein. Die frische Tortilla de Patatas und andere einfache, hausgemachte Gerichte passen perfekt zu diesem Bergdorf‑Ambiente.

Leckere Papas arrugadas

Zwischen Vilaflor und Escalona liegen gleich mehrere Bodegas. Hier wachsen die Reben auf vulkanischen Böden, was den Weinen ihren besonderen Charakter verleiht. Teneriffa blieb von der Reblausplage des 19. Jahrhunderts verschont – deswegen gibt es hier noch Rebsorten, die auf dem Festland längst verschwunden sind, zum Beispiel Baboso. In der Finca Ecológica Alma de Trévejos wird ein reinsortiger Baboso ohne Verschnitt produziert, den ich Weinliebhabern besonders ans Herz lege.

Kulinarischer Abschluss im El Chamo und Rückfahrt in den Süden

In Escalona gönne ich mir zum Abschluss gerne einen Besuch im El Chamo. Dort genieße ich hausgemachte Kroketten, Grillgerichte und eine schöne Auswahl regionaler Weine. Als Hauswein empfehle ich einen Rosé Afrutado – leicht, fruchtig und ideal nach einem Tag in den Bergen. Die Preise sind fair, das Lokal ist bei Einheimischen beliebt und als Gast fühlt man sich schnell willkommen.

Von Escalona aus bin ich in weniger als 30 Minuten zurück im Süden. So bleibt oft noch genug Zeit für ein erfrischendes Bad im Meer oder eine Runde im Pool – ein perfekter Abschluss für diesen intensiven Tag.


Praktische Tipps für die Ruta de los 20 Miradores

  • Nichts im Auto sichtbar liegen lassen.
  • Mietwagen: Ich empfehle, den Wagen bei Canarias.com zu buchen; dort wird man persönlich beraten und bekommt passende Fahrzeuge für Bergstrecken.
  • Exkursionen und Eintritte (Teide‑Seilbahn, Observatorium, Pirámides de Güímar) am besten im Voraus reservieren – das spart Wartezeit und gibt Planungssicherheit.
  • Verpflegung entlang der Route:
    • Restaurante El Portillo
    • Restaurante El Bambi (Portillo Alto)
    • Parador de Las Cañadas del Teide
    • Restaurante Bar Cafetería Tito in Vilaflor
    • Restaurante El Chamo in La Escalona
  • Bodegas auf der Strecke:

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Ich bin Joe

Hola und herzlich willkommen!
Ich lebe seit über dreißig Jahren auf Teneriffa. Als gebürtiger Schweizer und ehemaliger Verleger mehrsprachiger Wochenzeitungen durfte ich viele Kulturen und Perspektiven kennenlernen. Heute widme ich mich meinen Leidenschaften: gutes Essen, guter Wein, Kochen, Backen – und natürlich dem Wandern über den Wolken, oder ich bin mit dem Auto unterwegs. Ich kenne fast alle Ecken und beschreibe verschiedene Tagesrouten und beleuchte die besten Aussichtspunkte, versteckte Dörfer, wo die Zeit stehengeblieben ist.

Teneriffa kenne ich wie meine Westentasche. Die Insel ist so viel mehr als Loro Parque und Siam Park. Sie ist ein kleiner Kontinent voller Geheimnisse, Kontraste und ursprünglicher Orte, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Mein Blog richtet sich an Menschen, die das authentische, echte Teneriffa erleben möchten – jenseits der bekannten Pfade. Und ich begleite sie gerne dabei.